Die Kosten - Nutzen Rechnung der Koalitionsregierung ist also aufgegangen. Totgeschwiegene Budgetverhandlungen bis nach der Wien Wahl wo alles so kam wie es Christoph Hofinger von SORA es vorhergesagt hat. Vor fünf Monaten stand der Favorite seinen Mann wie es sich für einen 'Parteisoldaten' aus der Kreisky Era gehört. Bei einer Wahl zu der nicht einmal jeder zweite Österreicher hinging, und sich alle Medien brav an die Parteilinie hielten war Hofingers Vorhersagung auch eingetreten. Obwohl die Wahlkämpfe emotionalisiert haben und das Wetter ja gar so schön war. An diesem herrlichen Sommertag wählten nur 74% der unter 30 jährigen Fischer. Das Bürgerliche Lager, erklärt Günter Ogris, also die politsche Mitte und rechtes Lager war nicht wählen. Nicht aber eininge Zeit später im Burgenland und dann Steiermark wo die aufgeklärte und gebildete Klasse sich anders verhielt. Und bei der letzten Wahl in Wien haben alle gestaunt. Wie schon zuvor in der Steiermark und weniger sichtbar im Burgenland wählten die selben Gruppen immer seltener und diffuser. Während bei drei Wahlen die Wahlbeteiligung sank stieg sie bei der letzten Wahlen. Bei erwerbstätigen jungen WienerInnen und bei jenen, deren Eltern keine Matura haben erreichte die FPÖ ihre Zugewinne. Unterdurchschnittlich war die Wahlbeteiligung unter anderem bei den bis 30jährigen und den PensionistInnenen, während Personen aus dem Gemeindebau deutlich mehr zur Wahl gingen. Mehr zu diesem Thema findest du hier:
Wiens Jugend und die Wahl 2010 -aktuelle Umfrage
SORA-Wählerstromanalysen
SORA-Hochrechnungen
Wahlanalyse Gemeinderatswahl Wien 2005
Nun ist das mit der Wahl so eine Sache. Mit Stanley Greenberg hat sich Häuptl einen bekannten amerikanischen Spinndoktor an Bord geholt der gegen Herbert Kickl in den Ring stieg. Der mediale Kampf um die minds and hearts der WiennerInnen machte aus der ÖVP ein kleines unbedeutendes Dissaster von dem am Tag danach keiner mehr spricht. Der 'Scheriff von Notingham' muss sich geschlagen geben. Aber der lässt sich nur von den Grünen oder Schwarzen ins Gesicht treten was den Scheriff nur nützlich sein kann. Herbert Kickl hat seine Sache wirklich gelernt. Die FPÖ hat sich alls Gewinner aller Wahlen präsentieren können ohne dabei zuviel Sand aufwirbeln zu lassen.
Und was lernt man daraus. Die Städter sind genauso blöd wie die Landler.
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Sunday, October 17, 2010
Wednesday, May 19, 2010
Nichts Neues in Wien – Aufregung im Burgenland
Bleiben wir kurz in Wien. Nach der internen Sitzung der SPÖ in Wien über die möglichen Auswirkungen der Landeshauptmannswahl in der Steiermark am 26. September schmeisst Häuptl die Gerüchte auf dem Mist wonach die Wiener Angst vor den Steirern hätten. Wer nun diese Gerüchte geschürrt hat sei dahingestellt. Die Presse zitiert den Standard wo Bettina Fernsebner-Kokert und Michael Völker keine Quellen angegeben haben.
Betrachtet man das Ergebniss der Gemeinderatswahlen und den langanhaltenden Negativtrend der SPÖ scheint Sebstbewusstsein das Alte-Neue Credo der Sozialdemokratischen Front. Mit 44,9% der Stimmen bei den Wahlen in 2005 und prognostizierten 66% laut Stanley Greenberg Inc. 2010, den Wien´s Bürgermeister als Wahlkampfberater angeheuert, scheint diese Entscheidung einleuchtend. Sofern es wirklich eine Entscheidungsfindung dazu gab.
Bill Clinton und Tony Blair sind Kunden des SpinDoktors und PR Experten Stanley Greenberg der sich im Wahlkampf nicht auf HC Straches Attacken einschiessen will. Ein ausführliches Gespräch findet sich im Standard und gibt einen Ausblick auf die Ziele und Methoden der SPÖ im Wiener Wahlkampf.
Die Umstände zählen und was bei Obama funktioniert lässt sich nicht 1:1 auf Häuptl umsetzten. ´Häuptl ist Sozialdemokrat.Punkt´ und das in einer Stadt dessen Bürger eine spürbare Verbesserung wahrnehmen und in der es keine frustrierten oder zornigen Wähler gibt. Eine andere Kultur, Wahlsystem und Geschichte sind der Hintergrund auf dem sich politische Kommunikation unterschiedlicher Strategien bedienen muss um nicht am Ziel vorbei zu kommunizieren. Häuptl muss sich ´erklären und zwingend argumentieren´, ´Sozialthemen, aber auch mit Themen wie Integration und Sicherheit (ansprechen) - allerdings in einer einenden und nicht spaltenden Art und Weise´ wie HC Strache es tut. Eine überzeugende ´Position und Botschaft der SPÖ´ zu vermitteln ist das Ziel Greenberg´s. Das die Volksbefragung nicht auf seinen Misst gewachsen ist, scheint frei nach dem Übersetzer nicht aus dem Mund eines 61 jährigen zu kommen. Für ihn sein eine Volksbefragung wie es Häuptl will eine ´durchaus übliche und legitime Methode, Wähler zu mobilisieren.´ Quelle Standard.
Besides that. A book tip.
Presse
Betrachtet man das Ergebniss der Gemeinderatswahlen und den langanhaltenden Negativtrend der SPÖ scheint Sebstbewusstsein das Alte-Neue Credo der Sozialdemokratischen Front. Mit 44,9% der Stimmen bei den Wahlen in 2005 und prognostizierten 66% laut Stanley Greenberg Inc. 2010, den Wien´s Bürgermeister als Wahlkampfberater angeheuert, scheint diese Entscheidung einleuchtend. Sofern es wirklich eine Entscheidungsfindung dazu gab.
Bill Clinton und Tony Blair sind Kunden des SpinDoktors und PR Experten Stanley Greenberg der sich im Wahlkampf nicht auf HC Straches Attacken einschiessen will. Ein ausführliches Gespräch findet sich im Standard und gibt einen Ausblick auf die Ziele und Methoden der SPÖ im Wiener Wahlkampf.
Die Umstände zählen und was bei Obama funktioniert lässt sich nicht 1:1 auf Häuptl umsetzten. ´Häuptl ist Sozialdemokrat.Punkt´ und das in einer Stadt dessen Bürger eine spürbare Verbesserung wahrnehmen und in der es keine frustrierten oder zornigen Wähler gibt. Eine andere Kultur, Wahlsystem und Geschichte sind der Hintergrund auf dem sich politische Kommunikation unterschiedlicher Strategien bedienen muss um nicht am Ziel vorbei zu kommunizieren. Häuptl muss sich ´erklären und zwingend argumentieren´, ´Sozialthemen, aber auch mit Themen wie Integration und Sicherheit (ansprechen) - allerdings in einer einenden und nicht spaltenden Art und Weise´ wie HC Strache es tut. Eine überzeugende ´Position und Botschaft der SPÖ´ zu vermitteln ist das Ziel Greenberg´s. Das die Volksbefragung nicht auf seinen Misst gewachsen ist, scheint frei nach dem Übersetzer nicht aus dem Mund eines 61 jährigen zu kommen. Für ihn sein eine Volksbefragung wie es Häuptl will eine ´durchaus übliche und legitime Methode, Wähler zu mobilisieren.´ Quelle Standard.
Besides that. A book tip.
Fehler am Stimmzettel für die burgenländische Landtagswahl am 30. Mai haben am Dienstag für Aufregung gesorgt. Bei zwei Kandidaten der Liste Burgenland (LBL) wurden die Namen falsch geschrieben.
In einem Fall wurde aus einem Kandidaten mit dem Vornamen Andreas eine Andrea. Bei einem zweiten Kandidaten findet sich statt des Familiennamen Wurmbauer am Stimmzettel der Name "Wurmberger".
Presse
Tuesday, May 18, 2010
Steiermark – Burgenland – Wien Wahl 2010
Neue Helden braucht das Land singt die EAV auf ihrem Neuesten Album. Und diese wollen auch gewählt werden. Fangen wir im Burgenland an. Am 30. Mai ist der SPÖ Landeshauptman Hans Niessl mit ´50% plus´ zufrieden. ´NUR WER BESSER WIRTSCHAFTET SCHAFFT ARBEIT´ ist sein Wahlkampfspruch. Seine Themenschwerpunkte sind Jugendarbeitslosigkeit, Umweltpolitik (100% erneuerbare Energien), und Sicherheitspolitik (´Das Burgenland soll ein Sicherfühlland werden´). Seine Herausforderer sind Franz Steindl ÖVP und der Gendarm Johann Tschürtz FPÖ ´BURGENLÄNDISCHE ARBEITSPLÄTZE GEHÖREN DIR, DAFÜR KÄMPFEN WIR´ sind um die selben Themen bemüht. Manfred Kölly von der Freien Liste und Michel Reimon ´UMWELT SCHÜTZEN´ von den Grünen ist ebenfalls mit dabei. Während die FPÖ auf ein ´zweistelliges Ergebnis´hofft sind die anderen Partein weniger zuversichtlich.
Die Wahl in der Steiermark ist dann schon interessanter. Die steirischen Landtagswahlen seien "die spannendsten in diesem Jahr. Hier geht es um den Landeshauptmann." Diese Frage stelle sich weder in Wien, wo im Oktober, noch im Burgenland, wo im Mai gewählt wird. "Fällt Voves als Landeshauptmann nicht, wäre das eine Schadensbegrenzung für Bundesparteichef Werner Faymann." Mit einer Wahlbeteiligung von 77,33% ist die ÖVP mit 46,72% die Sieger der Gemeinderatswahlen, die SPÖ mit 37,73% die Verliehrer und die FPÖ mit 6,52% die Dritten. Am 20. März sind die Gemeinderatswahlen ohne großen Tumult über die Bühne gegangen und am 26. September sind es die Landtagswahlen die für Aufregung sorgen wie Thomas Hofer meint. Presse
Die Kettenreaktion ist verständlich. Die Steiermark ist die Bastion der SPÖ mit Franz Vowes an der Spitze. Sie stellt sich der Wiederwahl am 26. September und hat berechtigte Changen zu verlieren. Nur 10 Tage nach einer Niederlage der SPÖ in der Steiermark wäre ´nicht nur Bundeskanzler und Parteichef Werner Faymann eine äußerst unangenehme Diskussion bescheren, dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl wäre damit auch sein Wahlkampf abgeschossen.´ Darum überlegt die SPÖ den Wahltermin vorzuverlegen um dies zu vermeiden. Nach Argumenten dafür wird verzweifelt gesucht. Verkürzung des Wahlkampfes, Gratiskindergarten und 24h U-bahn sind alles Alternativen zu einer ´Diskussion über die SPÖ Führung und die Ausrichtung der Partei´ die im Falle einer Niederlage der SPÖ in der Steiermark durch die Medien verbreitet wird und zu der andere Parteien ihren Senf dazugeben. Die Angst´der rote Negativtrend würde auch auf die Wiener Partei abfärben´ ist strategisch nachvollziehbar. Standard
Damit wären wir aber bei den Helden angelangt die sich in Wien dem Wahlkampf stellen. Der ´Herr der Ringe´ Häuptl stellt sich ´Robin Hood´ Strache bei der Wahl um das wichtigste Bundesland Österreichs. Wer den Rahmen der Debatte beherrscht gewinnt die Wahl. Eine einfache Rechnung in jenem Land in der Sigmund Freud vor rund einhundert Jahren die Psychose entdeckt hat. Das Christine Marek von der ÖVP und Maria Vassilakou von den Grünen ebenfalls mitmischen ist nicht wichtig. Beide haben keine ´Meistererzählung´ zu bieten und fallen deshalb durch das Raster einer erwachsenen und selbstbewussten Demokratie. Der Spaß beginnt am 4.4 mit Plakaten der FPÖ und am 5.4. mit City Lights Marketing der Grünen. Das Ergebniss beider Parteien im Jahr 2005 ist nur hinter dem Komma verschieden. Mit einer Wahlbeteiligung von 66,6% 2001, 60,8% 2005 und 1.142.126 Wahlberechtigten 2010 verspricht es eine interessante Wahl zu werden.
Das Ergebnis 2005:
SPÖ 44,9%
ÖVP 18,77%
FPÖ 14,83%
GRÜNE 14,63%
Fortsetzung Folgt.
Die Wahl in der Steiermark ist dann schon interessanter. Die steirischen Landtagswahlen seien "die spannendsten in diesem Jahr. Hier geht es um den Landeshauptmann." Diese Frage stelle sich weder in Wien, wo im Oktober, noch im Burgenland, wo im Mai gewählt wird. "Fällt Voves als Landeshauptmann nicht, wäre das eine Schadensbegrenzung für Bundesparteichef Werner Faymann." Mit einer Wahlbeteiligung von 77,33% ist die ÖVP mit 46,72% die Sieger der Gemeinderatswahlen, die SPÖ mit 37,73% die Verliehrer und die FPÖ mit 6,52% die Dritten. Am 20. März sind die Gemeinderatswahlen ohne großen Tumult über die Bühne gegangen und am 26. September sind es die Landtagswahlen die für Aufregung sorgen wie Thomas Hofer meint. Presse
Die Kettenreaktion ist verständlich. Die Steiermark ist die Bastion der SPÖ mit Franz Vowes an der Spitze. Sie stellt sich der Wiederwahl am 26. September und hat berechtigte Changen zu verlieren. Nur 10 Tage nach einer Niederlage der SPÖ in der Steiermark wäre ´nicht nur Bundeskanzler und Parteichef Werner Faymann eine äußerst unangenehme Diskussion bescheren, dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl wäre damit auch sein Wahlkampf abgeschossen.´ Darum überlegt die SPÖ den Wahltermin vorzuverlegen um dies zu vermeiden. Nach Argumenten dafür wird verzweifelt gesucht. Verkürzung des Wahlkampfes, Gratiskindergarten und 24h U-bahn sind alles Alternativen zu einer ´Diskussion über die SPÖ Führung und die Ausrichtung der Partei´ die im Falle einer Niederlage der SPÖ in der Steiermark durch die Medien verbreitet wird und zu der andere Parteien ihren Senf dazugeben. Die Angst´der rote Negativtrend würde auch auf die Wiener Partei abfärben´ ist strategisch nachvollziehbar. Standard
Damit wären wir aber bei den Helden angelangt die sich in Wien dem Wahlkampf stellen. Der ´Herr der Ringe´ Häuptl stellt sich ´Robin Hood´ Strache bei der Wahl um das wichtigste Bundesland Österreichs. Wer den Rahmen der Debatte beherrscht gewinnt die Wahl. Eine einfache Rechnung in jenem Land in der Sigmund Freud vor rund einhundert Jahren die Psychose entdeckt hat. Das Christine Marek von der ÖVP und Maria Vassilakou von den Grünen ebenfalls mitmischen ist nicht wichtig. Beide haben keine ´Meistererzählung´ zu bieten und fallen deshalb durch das Raster einer erwachsenen und selbstbewussten Demokratie. Der Spaß beginnt am 4.4 mit Plakaten der FPÖ und am 5.4. mit City Lights Marketing der Grünen. Das Ergebniss beider Parteien im Jahr 2005 ist nur hinter dem Komma verschieden. Mit einer Wahlbeteiligung von 66,6% 2001, 60,8% 2005 und 1.142.126 Wahlberechtigten 2010 verspricht es eine interessante Wahl zu werden.
Das Ergebnis 2005:
SPÖ 44,9%
ÖVP 18,77%
FPÖ 14,83%
GRÜNE 14,63%
Fortsetzung Folgt.
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Nachtrag: Bundes präsidentschafts wahl kampf 2010
Während die Aufmerksamkeit der Parteifunktionäre, Politikberater und Journalisten auf der kommenden Landtags- und Gemeinderatswahlen in Wien, Steiermark und Burgenland ausgerichtet ist wurde nun das offizielle Wahlergebniss der BundespräsidentInnen Wahl 2010 veröffentlicht. Wenig überraschend, wie die als `Wahlkrampf`bezeichnete `politische Pflichtübung´ ist das offizielle Ergebniss bereits vergessen befor es jemanden interessiert.
Michael Fleischhacker's Analyse vom 26. April in der Printaugabe der Presse ist kaum etwas hinzuzufügen. Aber das ein Mangel an Unterscheidungsvermögen zwischen Religion und Politik Rudolf Gehring 171.668 Stimmen (5,43%) einbrachte ist angesichts der Tatsachen nicht aufrechtzuerhalten. Genauer gesagt gibt es keine Untersuchung weder von ISA noch von SORA. Mit einem Budgeth von 100.000 Euro, keinerlei Wahlwerbung in Print, TV oder Radio ist das Ergebniss der Christlichen Partei Österreichs bei der Wahl herzeigbar. Die Kosten pro Stimme sind erst nach dem Bericht der OSZE in zwei Monaten zu erwarten aber schon jetzt ist Herr Gehring der Gewinner dieser Wahl. Sieht man die Tatsache das es keine Wahl gab. Der Bekanntheitsgrad der Christlichen Partei ist schlagartig gestiegen und sein Auftreten im ORF (zwei Mal in der Pressestunde und einmal im ORF Jugendformat) und ATV brachten ihn immerhin ins Gespräch.
Das Daniela Kittner vom Kurier Herrn Gehring in der ZIP3 vom 23. April als ´Sektenführer´ bezeichnet ist nicht ungewöhnlich für einen Journalisten der sich ´mehr inhaltliche Impulse´ vom ´programmierten Gewinner´erwartet hätte. Diese Enttäuschung ist angesichts der am 7-8 Mai abgehaltenen Konferenz zum Thema ´Emotionen in Politischen Kampagnien´ nicht unverständlich, zeugt aber von einem Missverständniss über die Ziele und Methoden Politischer Kommunikationspraxis bei Frau Kittner. Es geht den Österreichern genausowenig um ´Werte´ wie es Politikern um ´Inhalte´ geht. Das Ziel politischer Kommunikation ist es ´Meistererzählungen´ in der Zielgruppe für eigene Zwecke zu nutzen, anzuregen und damit schlussendlich zu mobilisieren. Herbert Kickl, Generalsekretär der FPÖ und Kampagnien Leiter, weis wie das geht. Benedikt Narodoslawsky in seinem Buch "Blausprech" beurteilt seine Strategie wie folgt:
Die Ausseinandersetzung zwischen Rosenkranz und Gehring zwei Wochen vor der Wahl war die einzige Möglichkeit der Österreicher sich ein Bild von den bis dato für eine große Mehrheit Unbekannten Dritten Kandidaten zu machen. Während Politiker lernen auf Fragen ausweichend zu antworten war Gehring´s Auftritt alles andere als typisch. Klare, kurze Antworten. Eindeutige Themenbezogenheit und ein Wort welches viele Politiker nicht gut transportieren können: Standpunkt. Diese Haltung scheint doch Wirkung gezeigt zu haben. Für die Christliche Partei Österreich gab es trotz der erwarteten geringen Wahlbeteiligung eine Erfolgsbotschaft. Sie konnten ihr Ergebniss verfünffachen und gelangten mit wenig Investition in die Köpfe und auch einige Herzen vieler Österreicher.
Die Weiß- und Nichtwähler könnten sich nach diesem Wahlsonntag als Sieger fühlen: Sie haben eine absolute Mehrheit erzielt. Der amtierende Bundespräsident kann sich bei seiner Wiederwahl gerade einmal auf die Stimmen eines Drittels der wahlberechtigten Bürger stützen. Die Zahl derjenigen, die bereit sind, als Preis für ein signifikantes Protestvotum eine Frau aus dem rechtsextremen Milieu zu wählen, liegt deutlich unter zehn Prozent der Wahlberechtigten. Und diejenigen, die zwischen Politik und Religion nicht unterscheiden wollen oder können, liegen weit unter der Fünf-Prozent-Marke.
Michael Fleischhacker's Analyse vom 26. April in der Printaugabe der Presse ist kaum etwas hinzuzufügen. Aber das ein Mangel an Unterscheidungsvermögen zwischen Religion und Politik Rudolf Gehring 171.668 Stimmen (5,43%) einbrachte ist angesichts der Tatsachen nicht aufrechtzuerhalten. Genauer gesagt gibt es keine Untersuchung weder von ISA noch von SORA. Mit einem Budgeth von 100.000 Euro, keinerlei Wahlwerbung in Print, TV oder Radio ist das Ergebniss der Christlichen Partei Österreichs bei der Wahl herzeigbar. Die Kosten pro Stimme sind erst nach dem Bericht der OSZE in zwei Monaten zu erwarten aber schon jetzt ist Herr Gehring der Gewinner dieser Wahl. Sieht man die Tatsache das es keine Wahl gab. Der Bekanntheitsgrad der Christlichen Partei ist schlagartig gestiegen und sein Auftreten im ORF (zwei Mal in der Pressestunde und einmal im ORF Jugendformat) und ATV brachten ihn immerhin ins Gespräch.
Das Daniela Kittner vom Kurier Herrn Gehring in der ZIP3 vom 23. April als ´Sektenführer´ bezeichnet ist nicht ungewöhnlich für einen Journalisten der sich ´mehr inhaltliche Impulse´ vom ´programmierten Gewinner´erwartet hätte. Diese Enttäuschung ist angesichts der am 7-8 Mai abgehaltenen Konferenz zum Thema ´Emotionen in Politischen Kampagnien´ nicht unverständlich, zeugt aber von einem Missverständniss über die Ziele und Methoden Politischer Kommunikationspraxis bei Frau Kittner. Es geht den Österreichern genausowenig um ´Werte´ wie es Politikern um ´Inhalte´ geht. Das Ziel politischer Kommunikation ist es ´Meistererzählungen´ in der Zielgruppe für eigene Zwecke zu nutzen, anzuregen und damit schlussendlich zu mobilisieren. Herbert Kickl, Generalsekretär der FPÖ und Kampagnien Leiter, weis wie das geht. Benedikt Narodoslawsky in seinem Buch "Blausprech" beurteilt seine Strategie wie folgt:
Drängt man sie ins sachpolitische Eck, tut sie sich also schwer. Emotional ist das freilich ganz anders. Da sind die anderen Parteien weit abgeschlagen. Denn die FPÖ macht in ihren Wahlkämpfen vieles richtig: Sie visualisiert sehr gut, sie personalisiert gut, sie macht Polit-Marketing auf höchstem Niveau und sorgt in Wahlkämpfen für Spannung - mit Comics, Raps und so weiter. Denen ist es nicht zu blöd, dodeleinfache Slogans zu formulieren. Denen ist es egal, ob sich ihre Gegner darüber das Maul zerreißen, sondern die schauen darauf, dass es für die Zielgruppe passt. Die FPÖ ist total ergebnisorientiert und hat keine Tabus.
Die Ausseinandersetzung zwischen Rosenkranz und Gehring zwei Wochen vor der Wahl war die einzige Möglichkeit der Österreicher sich ein Bild von den bis dato für eine große Mehrheit Unbekannten Dritten Kandidaten zu machen. Während Politiker lernen auf Fragen ausweichend zu antworten war Gehring´s Auftritt alles andere als typisch. Klare, kurze Antworten. Eindeutige Themenbezogenheit und ein Wort welches viele Politiker nicht gut transportieren können: Standpunkt. Diese Haltung scheint doch Wirkung gezeigt zu haben. Für die Christliche Partei Österreich gab es trotz der erwarteten geringen Wahlbeteiligung eine Erfolgsbotschaft. Sie konnten ihr Ergebniss verfünffachen und gelangten mit wenig Investition in die Köpfe und auch einige Herzen vieler Österreicher.
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Monday, May 3, 2010
Wahlkampf in der Alpenrepublik 2010 – Notizen
Wahlnotizen
Die Wahl ist vorbei und alles bleibt so wie wir es kennen in einer Gesellschaft die, ´an der Spitze ihres Staates lieber einen Notar als einen machtvollen Realpolitiker sehen` meint Wolfgang Unterhuber vom Wirtschaftsblatt. Sachliche Auseinandersetzung zu realpolitischen Themen wahren ebenso wenig zu erwarten wie Überraschungen am Wahltag. Heinz Fischer war der ´programmierte Gewinner´ und absolvierte die demokratiepolitische Pflichtübung ohne groben Ausrutscher. Und wäre er ausgerutscht hätte es niemand bemerkt und das Wahlergebnis auch nicht wesentlich beeinflusst. Seine Herausforderer Rudolf Gehring und Barbara Rosenkranz blieben weit abgeschlagen und hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Es kam zu keiner Stichwahl, wie noch Gernot Steier vom Unterstützungskommitee Gehring zu beginn profezeite, und die angepeilten 30% die Parteichef Heinz Christian Strache anvisierte blieben nach dem 'missglückten' Wahlstart von Rosenkranz auch nicht mehr als eine Wunschvorstellung.
_WAHLBETEILIGUNG
Soweit so gut könnte man meinen wäre da nicht die niedrige Wahlbeteiligung und die Einstellung der Österreicherinnen das die Wahl des Bundespräsidenten eher unwichtig (47%) bis gleichgültig (21%) ist. Damit hätten die Wähler und Wählerinnen eine Prophezeiung am Wahltag erfüllt. Dabei geht es den Österreichern bei dieser Wahl 'ganz klar um Werte' meinte Sophie Karmasin, Motivforscherin, in einer ZIP2 Sendung noch im März. Werte standen tatsächlich im Vordergrund von Heinz Fischer, der als amtierender Bundespräsident neben seinen Werten nur eine Botschaft hatte: Nähmlich das müde Wahlvolk zu mobilisieren und davon abzuhalten `weis´zu wählen. Mit einem Wahlkampfbudget von zwei Millionen Euro und einem geschätzen Spendenaufkommen von einer zusätzlichen Million hängt sich der amtierende Präsident am weitesten aus dem fahrenden Auto. Dagegen wirken die 1.5 Millionen von Frau Rosenkranz und knapp 100.000 Euro von Herrn Gehring (plus weitere 100.000 durch Kleinspenden) wie Versuche ein wenig vom frischen Fahrtwind abzubekommen. Aber tatzächlich werden wir erst in zwei bis drei Monaten genaueres wissen. Denn erst dann sind die Arbeiten der OSZE Beobachter in der ´Bananenrepublik´ beendet.
_WAHLKAMPF
Aber eines können wir jetzt schon nicht ausser Acht lassen. Nähmlich das die Wahl zum Bundespräsidenten kein Ereigniss war das die Herzen und Köpfe der Österreicherinnen berührt hat. Welche Gründe auch immer dafür von verschiedenen Interessensgruppen angegeben werden ist unwichtig um einen Einblick in das Phänomen selbst zu bekommen. Aber man sollte sie kurz wiederholen um sie ja nicht zu vergessen. Zum einen wäre das Angebot an Kandidaten bei der Wahl als Grund für die niedrige Wahlbeteiligung anzuführen. Man folgert daraus: Schafft das Angebot keine Nachfrage bleibt dem armen Wähler nichts anderes übrig als zuhause zu bleiben. Der `Eindruck, dass der Wahlausgang schon lange festgestanden sei´ wie es SORA in seiner Wahlanalyse als zweiten Grund für die geringe Mobilisierungskraft der Kandiaten anführt zeigt ein weiteres Karakteristikum der Wahl. Glich der Wahlkampf einem Kopf-an-Kopf Rennen bis zur Zielgeraden hätte er mehr Menschen mobilisiert zur Wahl zu gehen. Das ´spannendste Rennen in der Geschichte der Präsidentschaftswahlen´ hätte es werden können, wäre es zu einer Stichwahl mit Josef Pröll von der ÖVP gekommen, meinte Thomas Hofer. Aber daraus ist nichts geworden wie sich auch das Gerücht um eine beginnende Pakinson-Krankheit bei Heinz Fischer bis jetzt nicht bestätigt werden konnte.
_FISCHERS ERGEBNISS
Halten wir einen Moment inne und wagen uns in die Position Stefan Bachleitner´s, dem Kampagnien Koordinator von Heinz Fischer. Er weis das erfolgreiche Wahlkämpfe vorallem emotionalisieren müssen. Sie müssen entweder mittels Furcht oder Enthusiasmus dem Wähler mitreisen um ihn zu mobilisieren. Doch für seinen Kunden Heinz Fischer steht eines fest, `emotionalisieren ist nicht die Aufgabe eines Bundespräsidenten´. Ein Bundespräsident von ´dem man nur sagen kann das er nichts falsch gemacht hat´ und der als ´programmierter Gewinner´ins Rennen geht ist keine glückliche Ausgangslage für Fischer´s Kampagnienkoordinator. Mit dieser Aufgabenstellung muss Herr Bachleitner nun daran gehen eine Kampagnie für seinen Kunden zu gestalten. Seine strategische Zielsetzung deckt sich mit dem Program seines Kandidaten, der um eine zum Einen um seine Wiederwahl kämpft und zum Anderen die Bürger auffordert nicht ´weis´ zu wählen. Heinz Fischer´s persönliches Ziel ist ein ähnliches Wahlergebnis wie das von Kirschschläger zu erreichen. Und ´alles zwischen 50 und 60% ist eine veritable Niederlage`, erklärt Anneliese Rohrer im Report. Mit 79,3% von rund der Hälfte der Wahlberechtigten wurde zwar eines der strategisches Ziel erreicht doch mit einer Wahlbeteiligung von 53,7% das zweite deutlich verfehlt. Das gerade junge Wähler nicht Fischer wählen sticht besonders ins Auge. Im allgemeinen war die Wahlbeteiligung diese Wählergruppe (unter 30) niedrig. Es sind Personen über 60 Jahre die für den amtierend Bundespräsidenten stimmten. Für Heinz Fischer entscheiden sich vorallem Wähler der SPÖ, Teile der ÖVP und viele Grüne Wählerinnen. Vorallem Frauen entschieden sich für Heinz Fischer der darüber hinaus für seine Vertretung Österreichs im Ausland Stimmen erhielt. Die andere Seite ist die geringe Wahlbeteiligung und die mit der Kirchschläger Wiederwahl vergleichbare Zahl der `weis`- Wähler mit 7.1 Prozent. (vgl. 1980, Kirchschläger 7,3%) Somit erscheint das Ergebnis von der Perspektive Stefan Bachleitner´s als Teilerfolg. Die Wahl ist gewonnen und der Kandidat sieht sich bestätigt. Das Angebot der Kandidaten und das Wetter können als Gründe für die geringe Beteiligung öffentlich zur Diskussion gestellt werden. Und zu guter letzt gibt es da noch den Kandidaten selbst der nicht den Anforderungen einer erfolgreichen Kampagne entspricht worüber aber nicht viel geredet wird. Denn es ging bei dieser Wahl um Werte und nicht um sachpolitische Entscheidungen.
_WERTE
Werte passen gut ins Bild einer Gesellschaft die mit dem ´Bundespräsidentamt die Vorteile der Monarchie mit der modernen Demokratie´ verbindet um die ´Aufgaben der Repräsentanz und Identitätsfindung - ohne dass ein Präsident ohne weiteres nachhaltigen Schaden anrichten könnte -´ zu erfüllen, meint Meinungsforscher Christoph Hofinger im Standard Chat. Werte sind darüber hinaus auch einfacher zu kommunizieren und regen unsere Gefühlswelt weit effektiver an als sachpolitische Darstellungen zu bestimmten Themenkomplexen. Als Leitmotiv im Wahlkampf dienen Werte zur Repräsentanz der Kandiaten und Identitätsfindung der Wählerinnen. Für Heinz Fischer sind Werte wichtig. Für Barbara Rosenkranz ist der Mut zu Werten wichtig und für Rudolf Gehring sind es christliche Werte die zwischen ihm und den Wählerinnen vermittlen sollen. Auch ist es einfacher sich Werten zu bedienen um sich von anderen Kandidaten abzugrenzen als durch sachpolitische Meinungen. Im Fall Heinz Fischer ist es sein entschiedenes eintretten gegen die Ideologien des Nationalsozialismus welche seine Herausfordering Barbara Rosenkranz um die anvisierten 30% brachte. Rudolf Gehring positionierte sich irgendwo ausserhalb der beiden Kandidaten und blieb auch nach der Wahl der Underdog der er schon vor der Wahl gewesen ist. Jene Wählergruppe die ihm ihre Stimme gaben, scheinen dies aus christlicher Überzeugung getan zu haben da es wie bereits besprochen bei dieser Wahl um Werte und nicht um Themen ging. Die Christlichen konnten ihr Ergebnis seit der letzten Landtagswahl 2008 verfünfachen. Ob nun wirklich Werte für die Österreicherinnen wichtig sind steht nicht zum öffentliche Diskurs. Diese stillschweigende Annahme ist allgemein akzeptierte Vorrausetzung des Wahlkampfs und wird gilt als richtungsweisend für kommende Wahlkampagnien.
Die Wahl ist vorbei und alles bleibt so wie wir es kennen in einer Gesellschaft die, ´an der Spitze ihres Staates lieber einen Notar als einen machtvollen Realpolitiker sehen` meint Wolfgang Unterhuber vom Wirtschaftsblatt. Sachliche Auseinandersetzung zu realpolitischen Themen wahren ebenso wenig zu erwarten wie Überraschungen am Wahltag. Heinz Fischer war der ´programmierte Gewinner´ und absolvierte die demokratiepolitische Pflichtübung ohne groben Ausrutscher. Und wäre er ausgerutscht hätte es niemand bemerkt und das Wahlergebnis auch nicht wesentlich beeinflusst. Seine Herausforderer Rudolf Gehring und Barbara Rosenkranz blieben weit abgeschlagen und hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Es kam zu keiner Stichwahl, wie noch Gernot Steier vom Unterstützungskommitee Gehring zu beginn profezeite, und die angepeilten 30% die Parteichef Heinz Christian Strache anvisierte blieben nach dem 'missglückten' Wahlstart von Rosenkranz auch nicht mehr als eine Wunschvorstellung.
_WAHLBETEILIGUNG
Soweit so gut könnte man meinen wäre da nicht die niedrige Wahlbeteiligung und die Einstellung der Österreicherinnen das die Wahl des Bundespräsidenten eher unwichtig (47%) bis gleichgültig (21%) ist. Damit hätten die Wähler und Wählerinnen eine Prophezeiung am Wahltag erfüllt. Dabei geht es den Österreichern bei dieser Wahl 'ganz klar um Werte' meinte Sophie Karmasin, Motivforscherin, in einer ZIP2 Sendung noch im März. Werte standen tatsächlich im Vordergrund von Heinz Fischer, der als amtierender Bundespräsident neben seinen Werten nur eine Botschaft hatte: Nähmlich das müde Wahlvolk zu mobilisieren und davon abzuhalten `weis´zu wählen. Mit einem Wahlkampfbudget von zwei Millionen Euro und einem geschätzen Spendenaufkommen von einer zusätzlichen Million hängt sich der amtierende Präsident am weitesten aus dem fahrenden Auto. Dagegen wirken die 1.5 Millionen von Frau Rosenkranz und knapp 100.000 Euro von Herrn Gehring (plus weitere 100.000 durch Kleinspenden) wie Versuche ein wenig vom frischen Fahrtwind abzubekommen. Aber tatzächlich werden wir erst in zwei bis drei Monaten genaueres wissen. Denn erst dann sind die Arbeiten der OSZE Beobachter in der ´Bananenrepublik´ beendet.
_WAHLKAMPF
Aber eines können wir jetzt schon nicht ausser Acht lassen. Nähmlich das die Wahl zum Bundespräsidenten kein Ereigniss war das die Herzen und Köpfe der Österreicherinnen berührt hat. Welche Gründe auch immer dafür von verschiedenen Interessensgruppen angegeben werden ist unwichtig um einen Einblick in das Phänomen selbst zu bekommen. Aber man sollte sie kurz wiederholen um sie ja nicht zu vergessen. Zum einen wäre das Angebot an Kandidaten bei der Wahl als Grund für die niedrige Wahlbeteiligung anzuführen. Man folgert daraus: Schafft das Angebot keine Nachfrage bleibt dem armen Wähler nichts anderes übrig als zuhause zu bleiben. Der `Eindruck, dass der Wahlausgang schon lange festgestanden sei´ wie es SORA in seiner Wahlanalyse als zweiten Grund für die geringe Mobilisierungskraft der Kandiaten anführt zeigt ein weiteres Karakteristikum der Wahl. Glich der Wahlkampf einem Kopf-an-Kopf Rennen bis zur Zielgeraden hätte er mehr Menschen mobilisiert zur Wahl zu gehen. Das ´spannendste Rennen in der Geschichte der Präsidentschaftswahlen´ hätte es werden können, wäre es zu einer Stichwahl mit Josef Pröll von der ÖVP gekommen, meinte Thomas Hofer. Aber daraus ist nichts geworden wie sich auch das Gerücht um eine beginnende Pakinson-Krankheit bei Heinz Fischer bis jetzt nicht bestätigt werden konnte.
_FISCHERS ERGEBNISS
Halten wir einen Moment inne und wagen uns in die Position Stefan Bachleitner´s, dem Kampagnien Koordinator von Heinz Fischer. Er weis das erfolgreiche Wahlkämpfe vorallem emotionalisieren müssen. Sie müssen entweder mittels Furcht oder Enthusiasmus dem Wähler mitreisen um ihn zu mobilisieren. Doch für seinen Kunden Heinz Fischer steht eines fest, `emotionalisieren ist nicht die Aufgabe eines Bundespräsidenten´. Ein Bundespräsident von ´dem man nur sagen kann das er nichts falsch gemacht hat´ und der als ´programmierter Gewinner´ins Rennen geht ist keine glückliche Ausgangslage für Fischer´s Kampagnienkoordinator. Mit dieser Aufgabenstellung muss Herr Bachleitner nun daran gehen eine Kampagnie für seinen Kunden zu gestalten. Seine strategische Zielsetzung deckt sich mit dem Program seines Kandidaten, der um eine zum Einen um seine Wiederwahl kämpft und zum Anderen die Bürger auffordert nicht ´weis´ zu wählen. Heinz Fischer´s persönliches Ziel ist ein ähnliches Wahlergebnis wie das von Kirschschläger zu erreichen. Und ´alles zwischen 50 und 60% ist eine veritable Niederlage`, erklärt Anneliese Rohrer im Report. Mit 79,3% von rund der Hälfte der Wahlberechtigten wurde zwar eines der strategisches Ziel erreicht doch mit einer Wahlbeteiligung von 53,7% das zweite deutlich verfehlt. Das gerade junge Wähler nicht Fischer wählen sticht besonders ins Auge. Im allgemeinen war die Wahlbeteiligung diese Wählergruppe (unter 30) niedrig. Es sind Personen über 60 Jahre die für den amtierend Bundespräsidenten stimmten. Für Heinz Fischer entscheiden sich vorallem Wähler der SPÖ, Teile der ÖVP und viele Grüne Wählerinnen. Vorallem Frauen entschieden sich für Heinz Fischer der darüber hinaus für seine Vertretung Österreichs im Ausland Stimmen erhielt. Die andere Seite ist die geringe Wahlbeteiligung und die mit der Kirchschläger Wiederwahl vergleichbare Zahl der `weis`- Wähler mit 7.1 Prozent. (vgl. 1980, Kirchschläger 7,3%) Somit erscheint das Ergebnis von der Perspektive Stefan Bachleitner´s als Teilerfolg. Die Wahl ist gewonnen und der Kandidat sieht sich bestätigt. Das Angebot der Kandidaten und das Wetter können als Gründe für die geringe Beteiligung öffentlich zur Diskussion gestellt werden. Und zu guter letzt gibt es da noch den Kandidaten selbst der nicht den Anforderungen einer erfolgreichen Kampagne entspricht worüber aber nicht viel geredet wird. Denn es ging bei dieser Wahl um Werte und nicht um sachpolitische Entscheidungen.
_WERTE
Werte passen gut ins Bild einer Gesellschaft die mit dem ´Bundespräsidentamt die Vorteile der Monarchie mit der modernen Demokratie´ verbindet um die ´Aufgaben der Repräsentanz und Identitätsfindung - ohne dass ein Präsident ohne weiteres nachhaltigen Schaden anrichten könnte -´ zu erfüllen, meint Meinungsforscher Christoph Hofinger im Standard Chat. Werte sind darüber hinaus auch einfacher zu kommunizieren und regen unsere Gefühlswelt weit effektiver an als sachpolitische Darstellungen zu bestimmten Themenkomplexen. Als Leitmotiv im Wahlkampf dienen Werte zur Repräsentanz der Kandiaten und Identitätsfindung der Wählerinnen. Für Heinz Fischer sind Werte wichtig. Für Barbara Rosenkranz ist der Mut zu Werten wichtig und für Rudolf Gehring sind es christliche Werte die zwischen ihm und den Wählerinnen vermittlen sollen. Auch ist es einfacher sich Werten zu bedienen um sich von anderen Kandidaten abzugrenzen als durch sachpolitische Meinungen. Im Fall Heinz Fischer ist es sein entschiedenes eintretten gegen die Ideologien des Nationalsozialismus welche seine Herausfordering Barbara Rosenkranz um die anvisierten 30% brachte. Rudolf Gehring positionierte sich irgendwo ausserhalb der beiden Kandidaten und blieb auch nach der Wahl der Underdog der er schon vor der Wahl gewesen ist. Jene Wählergruppe die ihm ihre Stimme gaben, scheinen dies aus christlicher Überzeugung getan zu haben da es wie bereits besprochen bei dieser Wahl um Werte und nicht um Themen ging. Die Christlichen konnten ihr Ergebnis seit der letzten Landtagswahl 2008 verfünfachen. Ob nun wirklich Werte für die Österreicherinnen wichtig sind steht nicht zum öffentliche Diskurs. Diese stillschweigende Annahme ist allgemein akzeptierte Vorrausetzung des Wahlkampfs und wird gilt als richtungsweisend für kommende Wahlkampagnien.
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